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Ihre Untersuchung - Kapselendoskopie FAQ
>> Wann sollte eine Kapselendoskopie durchgeführt werden?
>> Wie bereite ich mich vor?
>> Wie lange dauert eine Kapselendoskopie?
>> Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?
>> Wer ist für eine Kapselendoskopie nicht geeignet?
>> Wie kann man eine Kapsel-Durchgängigkeit des Dünndarms testen?
>> Wer bezahlt die Leistung der Kapselendoskopie?
Wann sollte eine Kapselendoskopie durchgeführt werden?
- Überlegene diagnostische Ausbeute im Vergleich zu
- dem Dünndarm-Röntgen
- der Push-Enteroskopie
- Anämie und ungeklärte Blutungen sind der wichtigste Grund eine Kapselendoskopie
des Dünndarms durchzuführen
- Nachweis und Ausschluss einer chronischen Entzündung im Dünndarm (Morbus
Crohn) im Rahmen der Erstdiagnostik bei bestehendem klinischen Verdacht aufgrund anhaltender Symptome
- Nebenwirkungen von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR-Schmerzmittel) im
Magen-Darmtrakt
- Überwachung von erblichen Polypen (Polyposis wie FAP und Peutz-Jeghers-
Syndrom)
- Patienten mit transplantiertem Dünndarm
- Kindern mit entsprechenden Fragestellungen
Siehe hierzu auch die Ausführungen zu den einzelnen Kapseltypen
Wie bereite ich mich vor?
Wie lange dauert eine Kapselendoskopie?
- Die Videokapsel wird in der Regel morgens nüchtern geschluckt, nach 8-9 Stunden ist die
Aufzeichnung beendet und der Rekorder kann in der Praxis/Klinik wieder abgeschnallt
werden. Die Kapsel wandert dann auf natürlichem Wege durch den Magendarmtrakt und wird
in der Regel nach 2-3 Tagen ausgeschieden. Dies kann durchaus unbemerkt geschehen. Nur
vor einer zeitnah erforderlichen Kernspintomographie (MR-T) sollte sicher gestellt werden,
dass die Kapsel tatsächlich ausgeschieden wurde. Man kann dies durch eine
Röntgenübersichtsaufnahme des Bauchraumes feststellen.
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?
- Nachteile und Komplikationen treten nur selten auf und sind meistens harmlos, etwa eine zu
kurze Aufzeichnungsdauer der Kamera oder eine Fehlfunktion bei der Datenübertragung. Ein
zu langer Verbleib der Kapsel im Magen-Darm-Trakt (Kapselretention) ist nur in Einzelfällen
bekannt und hat meist mit der zugrunde liegenden Krankheit zu tun (etwa bei einem
Darmverschluss). Wird eine Kapsel nicht auf natürlichem Wege ausgeschieden, kann sie
mittels Endoskopie (Doppelballonendoskopie) zumeist geborgen werden. In ganz seltenen
Fällen liegen schwerwiegende Engstellungen des Darmes vor, die operativ behandelt werden
müssen. In diesen Fällen wird die Kapsel dann bei dem Eingriff mit entfernt.
Ein deutlicher Nachteil liegt jedoch in der Konstruktion des Systems begriffen: Es ist nur eine
visuelle Diagnose möglich, Proben können (noch) nicht entnommen werden und auch
Eingriffe oder Behandlungen sind so nicht möglich im Gegensatz etwa zur konventionellen
Magen-Darm-Spiegelung. Man versucht aber Videokapseln zu entwickeln, die mehr können,
als „nur“ gute Bilder aus dem Inneren des Magen-Darm-Traktes aufzunehmen.
Wer ist für eine Kapselendoskopie nicht geeignet?
- Alle Patienten mit Passagestörungen des Magen- Darmkanals - insbesondere Patienten mit
einer der die folgenden Störungen:
- Verdacht auf Verwachsungen (Briden)
- Bekannte tiefe Dünndarmdivertikel
- Darmverschluss (Mechanischer Ileus)
- Schwere Darmträgheit (Interstinale Pseudoobstruktion)
- Darmträgheit bei Diabetes (Diabetische Gastroparese)
Ferner kann das Verfahren aufgrund mangelnder Erfahrungen über die genauen Risiken nur
eingeschränkt Anwendung finden bei:
- Herzschrittmacherträgern (bisher sind aber keine schwerwiegenden Nebenwirkungen
bei Herzschrittmacher-trägern aufgetreten)
- Patienten mit zahlreichen Voroperationen am Bauch (Durchgängigkeitstest
empfohlen!)
- Schwangeren (reine Vorsichtsmaßnahme, negative Auswirkungen sind nicht
wahrscheinlich)
Wie kann man eine Durchgängigkeit des Dünndarms für die Kapsel testen?
- Bei begründetem Verdacht auf eine Einengung (Stenose) des Dünndarms, die die
Videokapsel nicht überwinden kann, sollte die Durchgängigkeit des Dünndarms vor der
eigentlichen Kapselendoskopie getestet werden. Damit soll verhindert werden, dass die
Videokapsel im Darm hängen bleibt und nicht auf natürlichem Wege ausgeschieden werden
kann (Kapselretention).
Radiologische Verfahren haben sich mitunter als unzuverlässig erwiesen, Engstellen wurden überbewertet oder erst gar nicht entdeckt. Daher hat man eine Testkapsel (Agile© Patency)
entwickelt. Diese wird vom Patienten geschluckt. Wenn die Testkapsel unversehrt
ausgeschieden wird, kann man von einer guten Passage auch für die Videokapsel ausgehen.
Falls die Testkapsel auf eine enge Stelle trifft, kann dies über eine
Röntgenübersichtsaufnahme des Bauchraumes festgestellt werden. Wenn die Agile Patency-
Kapsel vor einer Enge stecken bleibt, entstehen meist keine Nachteile, da sich die Testkapsel
nach einer definierten Zeit auflöst und doch noch ausgeschieden werden kann. Wenn die
Testkapsel stark verformt ausgeschieden wird, kann dies ebenfalls auf eine Stenose (Enge)
hinweisen. In diesen Fällen muss man auf die Videokapselendoskopie verzichten.
Wer bezahlt die Leistung einer Kapselendoskopie?
- Bei der Suche nach einer Blutungsquelle im Dünndarm übernehmen die privaten
Krankenkassen die Kosten, wenn zuvor bei einer Magen- und Darmspiegelung keine Ursache
gefunden wurde. Abgerechnet wird die Ziffer A707 nach GOÄ. Die Auslagen für die Kapsel
(Einmalartikel) können nach § 10 GOÄ zusätzlich in Rechnung gestellt werden
(Abrechnungsempfehlungen für die Kapselendoskopie beschlossen, die im Deutschen Ärzteblatt in Heft 14 vom 8. April 2005 und in Heft 37 vom 16. September 2005
veröffentlicht worden sind.)
In allen anderen Fällen sollte zuvor die Kostenübernahme abgeklärt werden. Nur in ganz
seltenen Einzelfällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, wenn der
Medizinische Dienst den zu stellenden Antrag genehmigt hat. Die Aufnahme in den
gesetzlichen Leistungskatalog der Krankenkasse ist beantragt.
Die anfallenden Kosten können natürlich auch privat getragen werden, bitte erkundigen Sie
sich im einzelnen nach dem Preis der Untersuchung.
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| Ärzte der Berufsausübungsgemeinschaft:
DIRK ASDONK
DR. MED. KARL HEINZ DITGES
DR. MED. WALTER FRASCH
PD DR. MED. JOHANNES GROSSMANN
DR. MED. ULRICH HEINEN
DR. MED. HANS-GEORG HÖRSTER
PROF. DR. MED. HUAN N. NGUYEN
DR. MED. MICHAEL PAUW
DR. MED. INGRID STUMPFE
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